Design For Six Sigma

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Design For Six Sigma2019-07-31T12:35:39+00:00

Design for Six Sigma (DFSS) steht für eine zielgerichtete und kausale Vorgehensweise, um Produkte und/oder Prozesse ganz oder teilweise zu entwickeln. DFSS verbindet die eigentliche Entwicklungsarbeit mit Methodik und Datenanalytik. Die Zielstellung besteht darin, Produkte und/oder Prozesse gemäß den Aufforderungen allen externen und internen Kunden zu entwickeln und damit einen reibungslosen Serienlauf zu ermöglichen. Dabei arbeitet die technisch/methodische Schiene von DFSS mit einer ggf. erforderlichen Zielkostenschiene interaktiv zusammen. In Abhängigkeit von den projektspezifischen Erfordernissen integrieren wir auch Data Mining in den Entwicklungsprozess.

Wir haben uns für den sogenannten DMADV approach entschieden, wobei es auch andere Modelle gibt, die allerdings die gleichen Ziele verfolgen.

In dieser Phase wird das Entwicklungsprojekt definiert und dokumentiert:

Was sind die Aufforderungen und Kundenwünsche?

  • Entwicklungsstrategie erarbeiten
  • Zielbeschreibung und Produktidee fixieren
  • Business Case ausarbeiten
  • Entwicklungsprojekt planen und abgrenzen
  • Ressourcen und Gates festlegen
  • Einstiegs-und Ausstiegspunkt in der DFSS-Roadmap festlegen
  • Kommunikationsplan erstellen
  • Zielkosten definieren
In dieser Phase werden alle Aufforderungen gesammelt, segmentiert, verdichtet und priorisiert.

Hierauf basierend werden alternative Designkonzepte generiert.

  • Sammeln aller Kundenanforderungen (ext.+ int.)
  • Filtern der Kundenanforderungen hinsichtlich „Must be“, „Perfromance“ und „Delighters“
  • Übersetzen der Anforderungen in CTS und Priorisierung
  • CTS in Funktionen transformieren
  • Alternative Designkonzepte erarbeiten (Axiomatic Concept Design)
Die systematisch generierten Designkonzepte werden hinsichtlich der Aspekte und Kriterien analysiert, die wenn unzureichend)  später Probleme darstellen würden.

  • Funktionalität, zu erwartende Performance ermitteln
  • Komplexität und Risiken abschätzen
  • Kosten ermitteln
  • Konflikte und potenzielle Kopplungen sowie hemmende oder schädliche Funktionen identifizieren
  • Pugh concept selection
  • Lastenheft erstellen
Nachdem das beste Konzept ausgewählt wurde, folgt zunächst die detaillierte Produktentwicklung, falls diese Gegenstand des Entwicklungsprojektes ist:

  • Bestimmung aller erforderlichen Produktkomponenten (Axiomatic Product Design)
  • Evaluierung der relevanten Transferfunktionen (Y=f(x) für das Produkt-Design ermitteln)
  • Optimale Parametrierung und Tolerierung
  • Arithmetische und statistische Tolerierung
  • Sicherstellung der Robustheit des Designs (Taguchi analysis)
  • Prüf-/Mess-und Stichprobenstrategie entwickeln
  • Fähiges Produkt-Design nachweisen
  • Analyse und Design von Zuverlässigkeit und Lebensdauer

Die kausale Kette von DFSS geht vom Produkt-Design zielgerichtet in das Prozess-Design über, falls einer oder mehrere Prozesse neu entwickelt werden müssen bzw. falls es sich überhaupt um ein Projekt zum Prozess-Design handelt. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Produkt-und Prozess nicht sequentiell durchlaufen werden muss. Vielmehr ist eine Parallelisierung nach Simultaneous Engineering möglich, allerdings mit genau definierten Interfaces zur jeweiligen Übergabe der relevanten Informationen.

  • Bestimmung der erforderlichen Prozessfähigkeiten und Abgleich mit den bestehenden Prozessen
  • Systematisches Generieren von Prozess- Designkonzepten (Axiomatic Process Design)
  • Analyse der Konzepte hinsichtlich
  • Funktionalität / Performance
  • Komplexität
  • Risiken
  • Kosten
  • Konflikte und potenzielle Kopplungen, Minimierung des Informationsgehaltes von Prozess Designs
  • Hemmende oder schädliche Funktionen identifizieren
  • Pugh Process concept selection
  • Lastenheft erstellen

Detailliertes Prozess Design entwickeln

  • Bestimmung aller erforderlichen Prozesse (Axiomatic Process Design)
  • Evaluierung der relevanten Transferfunktionen (y= f(x) für das Prozess – Design)
  • Bestimmung der wichtigen (signifikanten) Prozessparameter
  • Optimale Parametrierung, best settings für die Produktion ermitteln
  • Robustheit sicherstellen
  • Entwicklung der erforderlichen Prozessregelungskonzeptes für die spätere Produktion
  • Benötigte Stichprobenstrategie entwickeln
  • Finalisierung der Prüfplanung
  • Maschinen – und Prozessqualifikation
Diese abschließende Phase überprüft, ob die erzielte Entwicklungsleistung den im Entwicklungsauftrag festgelegten Anforderungen und Erwartungen entspricht.

  • Evaluierung /Review der Produkt – und Prozess – Performance
  • Lebensdauer und Zuverlässigkeit nachweisen
  • Evaluierung/ Review der Kaufteil-und Lieferantenfähigkeiten
  • Review des Entwicklungsauftrages
  • Review der Zielkosten
  • Projekt – und Produktionsdokumentation finalisieren
  • Übergabe des Produkt und / oder Prozess-Designs an die Produktion
  • Entlastung der Entwicklung auf der Basis geeigneter und vereinbarter Kennzahlen

Wie bereits erwähnt, existieren unter dem Decknamen DFSS verschiedene Ansätze, welche letztlich aber alle das gleiche Ziel verfolgen, nämlich den Serienanlauf neuer Produkte und / oder Prozesse möglichst reibungslos und mit einem Minimum an Verlusten zu realisieren.

An welcher Stelle und wie tief man dabei einsteigt, hängt von der Aufgabenstellung eines Projektes und meist auch von diversen betrieblichen Gegebenheiten ab. Unsere DFSS – Roadmap passt sich an Ihre Möglichkeiten, Erwartungen und Restriktionen an, da sie von DFSS Light (ggf. für administrative Entwicklungsprojekte) bis hin zur Integration von Data Mining für datenintensive Projekte alle Projektfälle abdeckt.

Bei der Definition des jeweiligen Einstiegs – und Ausstiegspunktes und der Festlegung einer sinnvollen Vorgehensweise sind wir Ihnen gerne behilflich.